6 on legs

GER60 - Philippa - segelt um die Europameisterschaft 2010

 

Die Jungs von der Philippa nutzen die Winterzeit um ihren 6mR-Racer für die Europameisterschaft in Brunn (Schweiz) vorzubereiten.

 

Vom 22.- 28. Juli 2010 treffen sich die besten Sechser-Teams aus Europa und den USA zur Europameisterschaft vor Brunnen auf dem Vierwaldstättersee. Vor der EM, am 20. und 21. Juli 2010,  findet am gleichen Ort die Int. Schweizerische Klassenmeisterschaft für die 6er-Klasse statt.

 

Die Yachten der 6mJI-Klasse zählen weltweit zu den Paradepferden auf den Regattabahnen. Obwohl die ältesten Boote teilweise über 80 Jahre auf dem Buckel haben, glänzen sie heute noch durch die Eleganz ihres schlanken Rumpfes, ihre Stabilität und ihre Schnelligkeit. Mitglieder der europäischen Königshäuser waren und sind von ihnen ebenso begeistert wie Spitzenvertreter aus dem Who is who des Segelsports.  So sind z.B. zahlreiche Cracks, die am America’s Cup teilnehmen, begeisterte 6er-Segler.

  

Beste Rahmenbedingungen für spannende Regatten

Die Organisation der beiden Grossanlässe liegt beim Regattaverein Brunnen (RVB), der International Six Meter Association (ISMA)  und der Association Suisse des 6mJI. Die Vorbereitungen für das Grossereignis laufen bereits auf Hochtouren. Der RVB verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung internationaler Regatten. Epizentrum der EM 2010 ist die Marina Fallenbach ausserhalb von Brunnen.  Sie bietet den Teilnehmern eine optimale Infrastruktur und ist Ausgangspunkt für die täglichen Regatten, die je nach Windverhältnissen auf dem Urnersee oder im Gersauer Becken ausgetragen werden. Segelinteressierte Zuschauerinnen und Zuschauer haben hier die einzigartige Möglichkeit, das faszinierende und spannungsgeladene Treiben vor und nach einer Regatta hautnah mitzuerleben.  

 

Reichhaltiges Programm für Segler und Begleitpersonen

Erwartet werden rund 35 6er-Yachten der Kategorien „Classic“ und „Modern“ aus insgesamt acht europäischen Ländern (Deutschland, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Holland, Schweiz und Schweden) sowie aus den USA. Nach der Registrierung und Vermessung der Boote am Donnerstag und Freitag (22./23. Juli 2010) findet nach ersten Tune-up Regatten am Freitagabend die offizielle Eröffnung mit festlichem Crew-Dinner statt. Von Samstag bis und mit Dienstag (24.-27. Juli 2010) gilt es dann ernst. Insgesamt werden 12 Regatten ausgetragen. Je nach Wetterverhältnissen können pro Tag bis zu drei Rennen gestartet werden. Am Sonntagabend treffen sich Crews und Gäste zu einer Rundfahrt mit Dinner auf der „Stadt Luzern“, dem ältesten und schönsten Dampfschiff auf dem Vierwaldstättersee. Mit der Preisverleihung findet die Europameisterschaft 2010 der 6mJI–Klasse am Dienstag, 27. Juli 2010, ihren offiziellen Abschluss.

 

Eine Regel, welche die Segelwelt veränderte

Ihre Anziehungskraft verdanken die 6er-Yachten der so genanten „International Rule“. Sie wurde anfangs des letzten Jahrhunderts ins Leben gerufen, mit dem Ziel, für sämtliche Nationen eine allgemeingültige Vermessungsformel für Rennyachten festzulegen. Gleichzeitig sollte sie einheitliche Regatta- und Wegerechtsregeln für Wettfahrten bestimmen. 1906 setzen sich die führenden Funktionäre der einflussreichsten europäischen Segelsportverbände in London an den grünen Tisch, um hier die „International Yacht Racing Union“ (IYRU), einen „internationalen Regattaverband“, aus der Taufe zu heben. Man einigte sich auf die von dem Kopenhagener Apotheker und Hobbykonstrukteur Alfred Benzon entwickelte „Meterformel“, die ab 1908 in den meisten europäischen Segelsportländern Gültigkeit haben sollte. Die Meter-Yachten sollten sich sowohl für faire Rennen, als auch für längere Törns eignen. Nach Abschluß ihrer Regattalaufbahn sollten sie leicht zu „gesunden“ Kreuzeryachten umgebaut werden können. Die neue Regel bildete einen Kompromiss zwischen der bisherigen Segellängenformel und den damals in England gültigen Vermessungsregeln. Während bis zu diesem Zeitpunkt die kleineren Binnenklassen bedeutend leichter konstruiert worden waren als jene für die Küstenfahrt, forderte die Meter-Formel selbst bei den kleinsten Klassen eine überstarke Dimensionierung wie bei einem Seeschiff. Die Formel wurde im Laufe der Zeit immer wieder leicht modifiziert. Zu den bekanntesten „Internationalen Meterklassen“ zählen heute die 6-, 8 - und 12-m-R-Klassen.   

 

Team Philippa zur 6mR Europeans 2010 in Brunnen (CH)

2010 zur 6mR EM in die Schweiz

BUCHTIP

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